Die Konzept- und Medienkünstlerin Ursula Groser
lieferte mit ihrer Personale mit dem Titel
„Geht nicht“ in der Stadtgalerie Schwaz einen
etwas anderen Beitrag zum Gedenkjahr. Dieses
Jahr hat für die Künstlerin „groteske Züge“, indem
die Helden gefeiert, die Antihelden aber
vergessen würden, und man offensichtlich „Gras
über die Geschichte wachsen lassen“ wolle. Als
Reaktion installierte sie in der Galerie einen rund
100 Meter langen und zehn Zentimeter breiten
Rasenstreifen als begehbares labyrinthisches Ornament,
abgegrenzt durch „vergessen erinnern“,
wie die Künstlerin ihre Rauminstallation nannte.
Ursula Groser lies im wahrsten Sinne des Wortes
Gras darüber wachsen, das langsam im Laufe
der Ausstellungszeit verdorrte. Zu sehen war außerdem
ihr Video „Übertritt“, inspiriert von Elias
Canettis „Masse und Macht“, in dem die Künstlerin
den Zusammenschluss von Individuen zu
einer Gruppe und die daraus resultierende Auflösung
zu einem abstrakten texturartigem Muster
schrittweise darstellt.