Ursula Groser | Order from Noise |  22.1.2020 – 31.1. 2020 openspace.innsbruck

  

 

Ursula Groser setzt sich seit vielen Jahren mit den Medien Rauminstallation, Video, Fotografie und Objekt auseinander. Ihre Arbeiten bewegen sich dabei im Spannungsfeld zentraler Herausforderungen unserer Gesellschaft – wie etwa das komplexe Verhältnis zwischen Individuum und Masse, Konformität und Individualität.

 

Für die Ausstellung „order form noise“ widmet sich Groser einmal mehr in ihrem künstlerischen Prozess der Frage nach Prinzipen und Strukturen die Gesellschaften formieren und ordnen.Dem Begriff der Triade fällt in dieser Ausstellung eine besondere Bedeutung zu. Der Soziologe Georg Simmel postuliert, dass Gesellschaft keine eigenständige Entität jenseits der Individuen ist, sondern einzig und allein aus der Bezogenheit aufeinander besteht. Daraus resultieren seine Überlegungen zum personalen Dritten und der Triade – Die Gesellschaft beginnt laut Simmel mit Drei. 

In ihrer raumgreifenden Installation aus Schieferplatten, die vierzig Jahre die Fassade einer Schule bildeten, wird die Fragilität dieser Bezogenheit von triadischen Konstellationen deutlich.

Einen weiteren Aspekt der Vergesellschaftung zeichnet sie in der mehrteiligen trichterförmigen Keramikarbeit DOXA nach und bezieht sich dabei auf ein Konzept des französischen Soziologen Pierre Bourdieu. Doxa bezeichnet alle Überzeugungen und Meinungen, die von einer Gesellschaft unreflektiert als wirklich oder wahr angenommen werden. Doxa stellt somit eine Reihe von Wirklichkeitsannahmen und Selbstverständlichkeiten in einer Gesellschaft dar, die weder kritisiert, debattiert noch hinterfragt werden. 

Zwei fotobasierte Arbeiten (On Line und Mashup) thematisieren die fehlende Wahrnehmung des Individuums und das Verdichten der Vielen zu einem abstrakten Konstrukt.

Die Videoarbeit „order from noise“ thematisiert auf visueller und akustischer Ebene jene Prozesse, die Materie und Körper aus einem Rauschen herauslösen und organisieren.

If failure was a color what color would it be? fragt nach dem Fehlerhaften in der Kunst und der Ästhetik des Scheiterns. Die partizipative Sammlung von digitalen Bildern die zufällig oder aus Unachtsamkeit entstanden sind, mündet in einem Buchprojekt, das die Schönheit des Makels illustriert. Jeder kann unter fotofail@gmx.at die Sammlung erweitern und zum Buch betragen. 

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on line Print 210 x 35 cm, 2019
on line Print 210 x 35 cm, 2019
Mashup  view from somewhere  Print, 40 Kantenschutzwinkel, 80cm x 8cm, 2019
Mashup view from somewhere Print, 40 Kantenschutzwinkel, 80cm x 8cm, 2019
If failure was a color what color would it be? Print, 45 Bilder, 225 x 45 cm, 2019
If failure was a color what color would it be? Print, 45 Bilder, 225 x 45 cm, 2019

© günter richard wett

If failure was a color what color would it be?

 

Send your unintentional photos to: fotofail@gmx.at and become part of the book project.

 
 


Künstlergespräch mit Philosoph Michael Schorner über die Ausstellung "order from noise"

am Freitag den 31.1. 20 um 18.00 im openspace.innsbruck


Order from noise

Eröffnung 22.1.2020  um 19.00 Uhr in der openspace.innsbruck, Mentlgasse 12b, 6020 Innsbruck, Austria


Masc Foundation 

 


ROOM 105

6. April 2019 – 25. Mai 2019, widmertheodoridis, Fallackerstrasse 6, CH 8360 Eschlikon


Kunst | Sammlung | Universität 

 

Kunst in Tirol nach 1945

Bestandskatalog der Sammlung des Instituts für Kunstgeschichte 

der Universität Innsbruck samt einer Dokumentation der Nachlässe 

und Legate sowie Kunstprojekte im universitären Raum

Mittwoch 23. Jänner 2019, 18 Uhr

 

TAXISPALAIS Kunsthalle TirolMaria-Theresien-Straße 45, 6020 Innsbruck


animiert

 

James Clay, Othmar Eder, Sabine Groschup, Ursula Groser, Anna-Maria Hörfarter, Renate Schrott-Egger

Donnerstag, 01. März 2018 um 19.00

und Freitag, 02. März 2018 von 11.00 – 17.00

 

NEUE GALERIE, Rennweg 1, Großes Tor, Hofburg, 6020 Innsbruck