Panoramen und Spiegelbilder 1809-2009

 

 

 

Die Konzept- und Medienkünstlerin Ursula Groser lieferte mit ihrer Personale mit dem Titel

„Geht nicht“ in der Stadtgalerie Schwaz einen etwas anderen Beitrag zum Gedenkjahr. Dieses

Jahr hat für die Künstlerin „groteske Züge“, indem die Helden gefeiert, die Antihelden aber

vergessen würden, und man offensichtlich „Gras über die Geschichte wachsen lassen“ wolle. Als

Reaktion installierte sie in der Galerie einen rund 100 Meter langen und zehn Zentimeter breiten

Rasenstreifen als begehbares labyrinthisches Ornament, abgegrenzt durch „vergessen erinnern“,

wie die Künstlerin ihre Rauminstallation nannte. Ursula Groser lies im wahrsten Sinne des Wortes

Gras darüber wachsen, das langsam im Laufe der Ausstellungszeit verdorrte. Zu sehen war außerdem

ihr Video „Übertritt“, inspiriert von Elias Canettis „Masse und Macht“, in dem die Künstlerin

den Zusammenschluss von Individuen zu einer Gruppe und die daraus resultierende Auflösung

zu einem abstrakten texturartigem Muster schrittweise darstellt.


Panoramen und Spiebelbilder 1809-2009
"Kunst"volle Beiträge zum Gedenkjahr von Cornelia Reinisch.
Kulurbericht Gedenkjahr_Sonderheft 2009
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